Brettspieltest – Suburbia

Suburbia ist ein Städteaufbauspiel, das beim Lookout Verlag erschienen ist.

Es ist ein einfach zu erlernendes Legespiel, hat aber trotzdem einen relativ komplexen Spielablauf und erinnert angenehm an Sim City.

 

 

Spielvorbereitung/Aufbau

Zunächst fällt die kurze Anleitung positiv auf. Man braucht nicht lange, um das Spiel zu verstehen, das meiste erklärt sich während des Spielens von selbst.

Der Aufbau mit dem wertigen Material geht flott von der Hand. In der Regel sollte man in 5 – 10 Minuten einsatzbereit sein.

 

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Spielablauf

Bei diesem Spiel hat jeder Spieler die Aufgabe die Vorstadt mit der höchsten Bevölkerungszahl zu entwickeln. Schön  ist, dass sich die Vororte dabei häufig gegenseitig beeinflussen.

Prinzipiell verläuft eine Runde folgendermaßen:

Man kauft eine Plättchen im Hexfeld-Design aus einer Auslage, die jede Runde wieder aufgefüllt wird. Diese haben verschiedene Kosten, zusätzlich kosten neuere Plättchen mehr als solche, die schon länger in der Leiste liegen.

Nach dem Kauf darf man das Plättchen im eigenen Vorort anlegen. Häufig ergeben sich hier Wechselwirkungen mit benachbarten Teilen, generell anderen Gebäuden in der eigenen Vorstadt, oder mit Teilen aus den Vorstädten anderer Spieler. Wer z.B. eine Mülldeponie baut, sollte es vermeiden diese direkt an ein Wohngebiet zu legen, da man sonst starke Abzüge bekommt. Manchmal ist es aber auch so, dass man absichtlich so baut, um die eigene Strategie zu verfolgen. Man kann hier also auch skrupelloser Baumagnat sein, was einem häufiger entsprechende Kommentare der Mitspieler einbringt 🙂

Nach dem Anlegen werden sofortige Boni (z.B. erhöhe die Bevölkerung direkt um eine gewisse Anzahl) „ausgezahlt“ und danach die längerfristigen Auswirkungen auf den Leisten Bevölkerungszuwachs und Einkommen angepasst. Dann wird auf einer weiteren Leiste die Bevölkerung erhöht bzw. verkleinert und das entsprechende Einkommen ausgezahlt.

Jetzt wird ein neues Plättchen zum Immobilienmarkt hinzugefügt und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Taktisch gesehen gibt es aber eine klare Stoßrichtung. Hier muss man ganz klar in den ersten Runden soviel Einkommen wie möglich generieren, und erst gegen Ende die Bevölkerung massiv erhöhen. Aus diesem Grund wird ein erfahrener Spieler in der Regel die Partie für sich entscheiden können. Wenn dann aber alle Spieler auf dem gleichen Level sind, ist ein spannendes Rennen um die besten Teile garantiert. Aus diesem Grund sehe ich diese taktische „Vorgabe“ nicht als großes Spielmanko an.

 

Spielende

Das Spiel endet, wenn das Plättchen „letzte Runde“ aufgedeckt wird.

Nun beginnt die Endabrechnung. Da bei Spielbeginn sowohl öffentliche Zusatzziele als auch geheime Ziele pro Spieler gezogen werden und diese teilweise beachtliche Boni auf die Bevölkerung bieten, kann hier so mancher sicher geglaubte Sieg noch in einer Überraschung enden.

Fazit

Suburbia ist ein schönes, kurzweiliges Städteaufbauspiel. Der Aufbau geht flott von der Hand, die Regeln schnell erlernt. Taktisch gesehen gibt es allerdings einen „Masterplan“, aber wenn alle Spieler diesen verinnerlicht haben, sind spannende Partien vorprogrammiert. Das Spielmaterial ist hübsch und wertig, es macht Spaß die eigene Vorstadt wachsen und gedeihen zu sehen.

Ein Spiel, das sich Freunde von Sim City und Legetaktiker nicht entgehen lassen sollten.

 

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2 Gedanken zu „Brettspieltest – Suburbia

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