Windows 10 – verschiedene Varianten zur Fehlerbehebung

Microsoft hat uns nicht nur ein neues Windows geliefert, sondern als gratis Bonbon auch ein paar neue Fehler oben drauf gepackt.

Windows war, ist und bleibt natürlich nie fehlerfrei (gilt wohl für fast jede Software). Allerdings stellt Microsoft allerhand nützliche Tools und Wege zur Verfügung um ein zickiges System zu bändigen bzw. wiederherzustellen.

In diesem Beitrag stellen wir euch ein paar der nützlichen Helfer vor.

Wenn euer System also nicht mehr startet, ihr seltsame Fehlermeldungen erhaltet oder andere Softwareprobleme auftreten, dann seid Ihr hier genau richtig.

Variante 1 – Windows Schnellstart deaktivieren und Systemdateien neu einlesen

Beschreibung: Windows 10 startet normalerweise recht schnell. Dabei werden nicht alle Treiber u. Systemdateien neu eingelesen. Manchmal führt dies jedoch dazu, dass Programme oder Treiber nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren.

Anwendung:   Schnellstart deaktivieren, Windows 10 Dateien beim Start neu einlesen

  1. „WINDOWS-TASTE“ + „R“ drücken
  2. shutdown -g -t 00 eingeben
  3. Mit der Taste „ENTER“ bestätigen oder einfach auf „OK“ klicken

Das System startet neu.

Variante 2 – Windows mit DISM Befehlen reparieren (Eingabeaufforderung)

Beschreibung: Mit den DISM Befehlen kann man Registry und Datensätze auf Fehler prüfen. Auch mit Hilfe von Windows Update (online) kann nach Fehlern gesucht werden. Sollte ein Problem erkannt werden, wird dieses in der Regel automatisch behoben.

Anwendung: Über die Eingabeaufforderung nach Systemfehlern suchen

Bevor man die entsprechenden Befehle abarbeiten kann, muss die Eingabeaufforderung mit Admin Rechten gestartet werden:

  1. in das Suchfeld (links unten) cmd eingeben
  2. Der erste Treffer sollte „Eingabeaufforderung“ sein
  3. Nun „Eingabeaufforderung“ mit der rechten Maustaste anklicken
  4. Mit der linken Maustaste auf „Als Administrator ausführen“ klicken
  5. Die folgende Abfrage mit „Ja“ bestätigen

Jetzt befinden wir uns in der Eingabeaufforderung mit entsprechenden Admin Rechten. Von hier aus können wir mit den DISM-Befehlen arbeiten. Dazu werden einfach die entsprechenden Befehle eigegeben und mit der Enter- bzw. Eingabetaste bestätigt:

Die Registry auf Fehler überprüfen:
Dism /Online /Cleanup-Image /CheckHealth

Windows Datensätze auf Fehler prüfen:
Dism /Online /Cleanup-Image /ScanHealth

Windows 10 mit Hilfe von Windows Update prüfen und reparieren:
Dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Außerdem kann ein allgemeiner Systemscan von Windows durchgeführt werden. Dieser sucht nach Problemen und versucht diese zu beheben:

Allgemeinter Scan (Windows Dateien)
sfc /scannow

Variante 3 – Reparaturmodus erzwingen

Beschreibung: Windows 10 verfügt über einen automatischen Reparaturmodus. Dieser sollte im Ernstfall von selbst anspringen. Außerdem ist der beschriebene Modus auch über den erweiterten Systemstart erreichbar. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass manchmal nur das Erzwingen des Reparaturmodus auf relativ brutale Art und Weise möglich ist.

Anwendung: Reparaturmodus durch Ein-/Ausschalten erzwingen

  1. PC/Notebook ausschalten
  2. PC/Notebook einschalten
  3. PC/Notebook durch langes drücken (3-6 Sekunden) des Power Buttons während des Startvorgangs wieder ausschalten
  4. Das Prozedere (ein – ausschalten) 3-4 mal wiederholen
  5. Bei Erfolg erscheint wie gewohnt das Windows Start Logo, diesmal im der Unterschrift
    „Bitte waren“
  6. Es öffnet sich ein Fenster mit der Überschrift „Wiederherstellung“
  7. Auf die Schaltfläche „Erweitere Reparaturoptionen“ klicken
  8. Im nächsten Menü finden sich diverse Optionen: z.B. „Abgesicherter Modus“ und „Systemwiederherstellung“

Hier angelangt, empfiehlt es sich als erstes, die Systemwiederherstellung zu einem früheren, noch funktionierenden Zeitpunkt zu wählen.

Natürlich gibt es noch weitere Möglichkeiten Windows 10 zu reparieren. Außerdem ist es auch (30 Tage lang) möglich auf Windows 7 oder 8 (falls ein Upgrade auf Windows 10 erfolgt ist) zurückzukehren.

Über die Möglichkeit „Zurück zu Windows 7/8“ und das inPlace Update werden wir in Kürze berichten.

Bis dahin viel Spaß und vor allem Erfolg beim „reparieren“ von Windows 😉

 

 

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Ein Gedanke zu „Windows 10 – verschiedene Varianten zur Fehlerbehebung

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